Football is coming home

Nach elf langen Wochen der Vorbereitung und etlichen Monaten ohne Meisterschaftsspiel auf heimischem Rasen, hatte am vergangenen Sonntag das Warten endlich ein Ende! Endlich kam der Fussball wieder nachhause auf unser schönes Härdli. Alles war angerichtet, der
Rasen spriesste in einem saftigen grün, die «Hobelspöh» waren in Perfektion gestreut und auch das regnerische Wetter kam den Mannen aus Ramsen erfahrungsgemäss entgegen. Der Gegner an diesem Morgen war jedoch kein geringerer als der FC Stammheim. Die Mannschaft vom ehemaligen FCR Akteur Michael Brütsch hatte noch eine Rechnung offen, konnten sie jedoch lediglich eins der letzten vier Partien gegen den FC Ramsen für sich entscheiden.

Beide Mannschaften kamen mit dem Anpfiff gut ins Spiel. Es war Feuer im Spiel, physisch ging es von der ersten Minute an zur Sache. So kam es bereits nach 3 Minuten zu einer nennenswerten Offensivaktion. Thomas Gnädinger wurde, nachdem er sich hervorragend gegen die Defensive durchsetzen konnte, im Strafraum der Stammheimer zu Fall gebracht. Der Pfiff viel jedoch – zur Überraschung vieler – aus. Die Ramsner hielten gegen die die fitten Stammheimer gut entgegen.

Durch das nasse Terrain waren beide Teams gezwungen mit vielen weiten Bällen zu hantieren. Beide Defensiven waren an diesem verregneten Sonntag mit allen Wassern gewaschen, so blieben die Grosschancen auf beiden Seiten aus. Etwas überraschend brachte Yves Bohle dann aber die Ramsner in der 28. Minute in Führung. Nach einer zu kurz geklärten Flanke, konnte eben dieser Bohle den Ball kontrollieren und aus rund 20 Meter mit einem satten Flachschuss schnörkellos im langen Eck verstecken. Nun waren es die Ramser, die den Takt angaben, die Weinländer waren sichtlich geschockt und fanden den Zugriff nur noch schwer. Es wäre der Moment gewesen um das wichtige 2:0 zu erzielen. Der Druck auf den Stammer Keeper wurde immer grösser. Nach einer Hereingabe von rechts, hämmerte kurz vor dem Pausentee der gut aufgelegte Thomas Gnädinger den Ball aus spitzem Winkel an den linken Pfosten. Deshalb gingen die Ramsner mit einer bis zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:0 Führung in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten beide Mannschaften ähnlich viele Spielanteile, waren aber vor dem gegnerischen Tor nur selten anzutreffen. Ramsen hatte zwar zwei, - drei gute Möglichkeiten, das 2:0 zu erzielen, war jedoch im Abschluss zu wenig konsequent. Zusätzlich kam Thomas Gnädinger nach knapp einer Stunde wieder zu Fall. Ob das Vergehen innerhalb oder ausserhalb des Strafraums stattfand, liesse sich vermutlich nur mit Hilfe des VAR auflösen. Der Unparteiische entschied auf Freistoss, welcher zu keiner Torgefahr mehr führte. Nach dieser Szene gab der FC Ramsen unverständlicherweise das Spieldiktat aus den Händen. Die Stammer kauften mit ihrer Zweikampfstärke dem FCR den Schneid ab. So kam es dann im Verlauf der zweiten Halbzeit, wie es kommen musste. Nach einer Glanzparade von Keeper Sascha Schneider kam es im Anschluss zu einer Ecke. Diese wurde in der 75. Minute hervorragend eingespielt und per Kopf zum 1:1 verwandelt. Der Ausgleich von Stammheim war zu diesem Zeitpunkt absolut verdient! Der Gegner hatte nun Blut geleckt. 

Bis zum Schluss – angepeitscht von Coach Brütsch – kämpften sie um jeden Ball und jeden Zentimeter. Ramsen war nicht mehr in der Lage sich aufzubäumen. So erzwang Stammheim schlussendlich den Lucky-Punch. In der 90. Minute konnte Kapitän Michel Neidhart einen schnellen Vorstoss noch geradeso stoppen. Der darauffolgende Freistoss wurde zwar noch von Sascha Schneider an die Querlatte gelenkt, prallte jedoch von dieser genau vor die Füsse eines Stammer, welcher nur noch einzuschieben brauchte. Somit konnte Stammheim mit dem Schlusspfiff diese Wasserschlacht in Ramsen knapp mit 2:1 für sich entscheiden.

 

Fazit:

Der FC Ramsen hätte den Sack früher zumachen müssen. Durch fehlende Effizienz und Überzeugung blieb der so wichtige zweite Treffer jedoch aus. Schlussendlich fehlte dem FC Ramsen vielleicht auch der letzte Wille, dieses 1:0 über die Bühne zu bringen. Nach 90. Minuten wäre eine Punkteteilung sicherlich ein gerechtes Resultat gewesen. Doch ist der Sieg für Stammheim, welche vorallem in der Schlussphase des Spiels den grösseren Siegeswillen an den Tag legten, sicherlich nicht gestohlen. Die Niederlage sollte als Warnschuss für kommenden Partien gesehen werden.

Bericht: Yves Bohle

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