Ramsen erkämpft sich Punkt in Büsingen

Weil ein Pyromane in Büsingen weilte und die Turnhalle in Brand setzte, mussten sich die Ramser in heimischen Gefilden umziehen. Das Spiel begann dann auch feurig, von Anfang an wurde hart in die Zweikämpfe gestiegen und um jeden Quadratmeter des Feldes gefightet. Büsingen vermochte die Startphase zu dominieren, erarbeitete sich aber keine nennenswerten Szenen. Es dauerte so eine Viertelstunde, ehe Schleinzer einen Freistossball aus dem Halbfeld auf Stürmer Bernath flankte und sich dieser im Luftkampf gegen Christian Signer (sonst in der Luft die Zuverlässigkeit in Person) durchsetzten konnte – 1:0. Ramsen war jetzt gezwungen mehr für das Spiel zu machen, wäre man bei einer Niederlage schon sieben Verlustpunkte hinter Büsingen gewesen, und erhöhte den Druck stetig. Die (in der ersten Halbzeit) kompakte Defensive der Entklaven-Kicker liess aber (noch) nichts anbrennen. Nach etwa einer halben Stunde passierte kurioses: die Flutlichter hatten ihren Dienst eingestellt und das Spiel wurde somit unterbrochen (Taktik der Büsi-Boys oder doch technisches Versagen?) Gratis-Tipp: Vielleicht sollte der FC Büsingen seine Heimspiele auch Sonntagmorgen um 10.00 Uhr austragen, dann ergibt sich dieses Problem nicht mehr!? Die Zeit (mindestens eine halbe Stunde) musste also mit Warmbleiben überbrückt werden, und so kamen die Gelb-Blauen nochmals zum Genuss eines Warm-ups mit Captain Marcel Gnädinger. Trainer Mülling nutzte die Unterbrechung um einige taktische Überlegungen anzubringen und forderte uns auf, den Kampf noch mehr anzunehmen. Genau mit dieser Verbissenheit wurde dann nach der Zwangspause auch in die Zweikämpfe gestiegen, man wollte im Mittelfeld Überhand gewinnen und den Gegner in die Schranken weissen. Vor dem offiziellen Pausenpfiff passierte dann mit Ausnahme einer Grosschance Wunderli’, der freistehend vorbeischoss, aber nicht mehr sehr viel.

In der Halbzeit wurden dann drei Rochaden vorgenommen; Spaar wurde ins zentrale Mittelfeld beordert, Thomas Gnädinger kam auf seine angewohnte Position im Sturm und Wunderli auf die rechte Mittelfeldseite. Irgendwie war dies die Initialzündung; die Mannschaft stand zusammen und wollte sich auf dem Kirchberg keinesfalls geschlagen geben. Ramsen war dann auch die überlegene Mannschaft in Halbzeit zwei; Büsingen wurde weit in die eigene Hälfte gedrückt und es war nur noch eine Frage der Zeit, ehe der Ausgleich fallen musste. In der 60. Minute wurde dann Förderer vom starken Huber auf der linken Seite lanciert, konnte sich gegen einen Gegenspieler durchsetzen und in die Mitte flanken, wo ein Verteidiger sich nur noch mit der Hand zu helfen wusste. Penalty! Keine Frage! Der Schiedsrichter zögerte auch keine Sekunde (offenbar gelten im deutschen Fussball aber andere Regeln, wenn man den Matchbericht der Büsinger liest!). Marcel Gnädinger liess sich nicht zweimal bitten und verwandelte souverän zum verdienten Ausgleich. Jetzt drückte Ramsen permanent, etliche Male konnte man sich geschickt durchspielen. So auch in der 70. Minute. Wiederum Förderer brach nach Traumzuspiel von Thomas Gnädinger auf der linken Seite durch und wurde von Grippo im Strafraum von den Beinen geholt, was der Schiedsrichter zu Recht mit dem zweiten Elfmeter bestrafte. Erneut lief der an diesem Tage gut aufgelegte Gnädinger an und erwischte Torwart Bandello wieder in derselben Ecke. Fortan verpasste es der FCR den Sack endgültig zuzumachen, einige Möglichkeiten wurden ausgelassen. So kam es, wie es kommen musste, denn den Büsingern gelang kurz vor Schluss der (nicht unverdiente) Ausgleich. Um 22.30 pfiff der Schiedsrichter dann (der arme Tropf wurde genau bei diesem von Gehässigkeiten geprägten Spiel inspiziert) das Spiel ab. Leider verpasste es der FC Ramsen somit einen direkten Mitstreiter um die vorderen Plätze zu besiegen. Die sechs Verlustpunkte wiegen aber nicht so schwer, patzte doch auch die Konkurrenz das eine oder andere Mal.

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