Die Remiskönige der Liga – gerechtes Unentschieden im Spitzenkampf

Das Positive vorne weg: der FC Ramsen kann auch im letzten Heimspiel der Vorrunde punkten und ist seit nunmehr fünfzehn Meisterschaftspartien zu Hause ungeschlagen (die letzte Niederlage in einem Saisonspiel auf dem heimischen Härdli datiert vom 21. Juni 2009) und verbleibt so an der Tabellenspitze. Weniger gut ist die Tatsache, dass man den 2:2 Ausgleich erst in der letzten Minute der regulären Spielzeit erhielt und es so verpasste, einen direkten Mitstreiter um die vorderen Plätze zurückzubinden. 

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Nach dem Unentschieden gegen die Kroaten von NK Dinamo Schaffhausen wollten wir gegen die sehr spielstarke Mannschaft vom FC Schleitheim wieder auf die Siegerstrasse zurückfinden. Dass dies aber kein leichtes Unterfangen wird, war allen Beteiligten ob der Klasse des Gegners klar. Alleine die Tatsache, dass das Team aus dem Randental in Thomas Stamm über einen Spieler mit Challenge League Erfahrung verfügt, machte die Aufgabe nicht leichter. Doch der FC Ramsen hat in naher und ferner Vergangenheit bewiesen, dass ihm technisch starke Gegner liegen. Die Taktik war klar, wollte man vor allem im Mittelfeld die Räume eng halten, um den Gegner nicht ins Spiel kommen zu lassen. Dies gelang dem gut kämpfenden Mittelfeld um Marcel Gnädinger dann auch wie gewünscht; immer wieder konnte man den Ball erobern und schnell von Abwehr auf Angriff umschalten. So konnte die Offensivabteilung des Gegners in Schach gehalten werden, nennenswerte Szenen vor Torhüter Claudio Höhener geschickt verhindert werden. Der FC Ramsen seinerseits vermochte anfangs aber auch kaum Torchancen zu kreieren, das Spiel war geprägt von Mittelfeldgeplänkel. Dies sollte sich aber nach etwa einer halben Stunde ändern, als Nico Schneider einen Foulfreistoss vor das Tor hämmerte, welcher vom gegnerischen Schlussmann nach vorne abgewehrt wurde, wo der einschussbereite Christian Signer stand – 1:0. Mit diesem Resultat ging es dann auch in die Pause.
Leider verpasste man es in der zweiten Halbzeit, den Schwung aus Halbzeit Eins mitzunehmen. So dauerte es genau zwei Minuten, ehe Schnetzler von einer Unachtsamkeit in der Verteidigung profitierte und den Ausgleich erzielen konnte. Fortan war man in beiden Lagern bemüht, den Führungstreffer anzupeilen. Es entwickelte sich ein richtiger Schlagabtausch. Die Abwehrreihen vermochten aber vorerst dem Druck standzuhalten. In der 61. Minute war es dann aber doch passiert; wiederum sollte ein Freistoss nahe der Strafraumgrenze dem FCR Glück bringen. Marcel Gnädinger zirkelte diesen Freistossball von halblinks gefühlvoll in die rechte untere Torecke zur erneuten Führung. Jetzt waren die Gäste gefragt, wollten sie dieses wichtige Sechs-Punkte-Spiel doch nicht verlieren, und agierten noch offensiver. Dies eröffnete dem Heimteam die eine oder andere Kontermöglichkeit, welche aber allesamt ungenutzt blieben. So kam es, wie es kommen musste, denn Grob erzielte in der letzten Minute der regulären Spielzeit den aus Ramser Sicht unglücklichen, aber wohl verdienten, Ausgleich.

Zum letzten Meisterschaftsspiel der Hinrunde wird man am kommenden Samstag, 6. November 2010 18:30 Uhr , beim grossen Rivalen in Stein am Rhein erwartet. Die Steiner entgingen letzte Spielzeit nur knapp dem Abstieg, sind dieses Jahr aber gut in die Saison gestartet. Vor allem mit dem 4:2 Auswärtssieg über Schleitheim setzten sie dabei ein Ausrufezeichen. In den letzten Spielen wurden sie aber wieder von der Realität eingeholt, gingen die letzten vier Partien jeweils verloren. Man darf gespannt sein, ob der FCR dieses wichtige Spiel siegreich gestaltet und seine Chancen auf den Wintermeistertitel so wahren kann. Die Antwort gibt es auf dem Sportplatz Degerfeld. Wir würden uns auch bei diesem Spiel über treue Unterstützung freuen!

FC Ramsen 1 - FC Schleitheim 1      2:2 

Tore:
37.min 1:0 Christian Signer
47.min 1:1 Manuel Schnetzler
61.min 2:1 Marcel Gnädinger
89.min 2:2 Michel Grob

Aufstellung: Claudio Höhener; Patrick Spaar, Andreas Gnädinger, Christian Signer, Nicolas Schneider; Philipp Hug (65. Gabriel Wunderli), Marcel Gnädinger, Lukas Wunderli, Michel Neidhart (75. Renato Höhener); Alexander Leu (60. Thomas Gnädinger), Manuel Förderer

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