Derbysiege in Unterzahl sind am schönsten

Derbysiege in Unterzahl sind am schönsten

Hart umkämpfter 2:1-Erfolg des FC Ramsen 1 gegen FC Stein am Rhein 1

Obwohl der 11. September ein sehr denkwürdig negativ behaftetes Datum ist, so sollte dieser dem FC Ramsen zukünftig positiv in Erinnerung bleiben.
Bereits im Vorfeld der Partie stellten sich die Mannen um Rolf Dietrich eine Woche lang auf das hiesige Derby ein. Es galt um jeden Preis die 3 Punkte für sich zu entscheiden.
Um 18.00 Uhr war es in der Degerfeld-Arena angerichtet und beide Teams begannen kämpferisch.

Den besseren Start erwischte an diesem Tag der FC Stein am Rhein.
Gleich in der 2. Minute wurde das Fanionteam durch einen "Goldtreffer" überrascht.
Ein langer Ball viel hinter das so solide Bollwerk Bohle-Hug-Neidhart-Sätteli und wurde quer auf den linken Flügel der Steiner gespielt.
Von dort zog aus ca. 20 Metern die gegnerische Nummer 20 Severin Diener ab und versenkte das Leder im langen Winkel von Sascha Schneider unhaltbar zum 1:0.

Ab sofort war nun Feuer in der Partie und der FCR wusste innert den darauffolgenden Minuten zu reagieren.
Über das Zentrum Bohle-Küng gelangte das Spielgerät zu Lettner der von der Grundlinie am rechten Flügel auf die mitgelaufenen Spitzen Gnädinger-Wasem retour spielte.
Jedoch konnten die Verteidiger einen Fuss dazwischen bringen und über Umwege gelangte die Kugel innerhalb des 5-Meter Raumes zu Gabriel Wunderli.
Dieser zappelte nicht Lange und versorgte das Runde kurzerhand im Eckigen.
Der Unparteiische war hingegen anderer Meinung und entschied ohne VAR-Unterstützung und zum Unmut der blau-gelben Anhänger auf Abseits.
Auf Grund dieser Tatsachenentscheidung, welche alle Fussballbegeisterten lieben und Fussball wohl zum schönsten Emotionssport macht, war die Stimmung nun am Kochen.

Die Angriffswellen wurden nun internsivier geführt und Stein am Rhein übte weiter Druck auf den FC Ramsen aus.
Nach einem weiteren Lattenpendler den Sascha Schneider gerade noch so entschärfen konnte, lief ein rot-blauer Steiner alleine auf den Kasten der blau-gelben Ramsener zu.
Michel Neidhart wollte diesen nicht gewährten lassen und zog so die Handbremse, was in der 30. Minute zu einem Platzverweis und 60-Minuten Unterzahlspiel bedeutete.

Den darauffolgenden Freistoss und die noch ausständigen 15 Minuten bis zu Halbzeit wurden mit Schweiss und Blut verteidigt. Der FCR kämpfte sich im Kollektiv erfolgreich durch den entstandenen Wirrwarr und musste sich neu ordnen.

Während des Pausentees stellte Rolf Dietrich nun um.
Mit genauen Anweisungen und einer angepassten Strategie stellte er seine Mannen für die verbleibenden 45 Minuten mental ein und die 10 Kämpfer waren gewillt die 3 Punkte doch noch nach Hause zu holen.

Neuformiert und voll motiviert starten die Blau-Gelben in die zweite Halbzeit. Die neue Viererkette Bohle-Hug-Lettner-Zwingenberger verteidigte läuferisch als auch zweikampfstark. Nach vorne wurde das Spielgerät jetzt wieder schneller und präziser gespielt, sodass auch die ein oder andere Torchance kreiert wurde. So folgte in der 60 Minute ein diagonaler Abschlag, welcher auf 16er Höhe zu Joel Bohle gelangte. Dieser betrat mit dem Ball am Fuss den Strafraum und wurde dabei ungestüm zu Boden geschleudert. Anschliessend an die kurze Unterbrechung und Betreuung des Verletzten legte sich Thomas Gnädinger das Leder am Penaltypunkt zurecht.
Eiskalt verwandelte er zum 1:1 und liess Ramsener Herzen höherschlagen.

Von diesem Treffer beflügelt und ohne einen Gedanken daran ein Mann weniger zu sein, wurde weiterhin mutig verteidigt und nach vorne gedrängt.
Es entstanden Chancen und auch der ein oder andere Freistoss. Ebenso ein Freistoss sollte dann auch die Wende bringen.
Jonas Küng brachte den ruhenden Ball von links auf den langen Pfosten zum an diesem Tag so stark agierenden Joel Bohle.
Er köpfte zwar ans Aluminium, das Leder sprang jedoch ins Zentrum zu Thomas Gnädinger zurück.
In herrlichster Thomas-Müller-Manier staubte er zum 2:1 ab.

Die Schlussviertelstunde wurde geformt vom FCR-Verteidigungsfussball und hohen Entlastungsbällen.
In der 93. Minute erlöste der Referee die Ramsener Spieler, den Trainer und die zahlreich angereisten Fans mit dem Schlusspfiff und den sensationellen Derbysieg.


Fazit

Der FC Ramsen überzeugt durch eine kollektiv kämpferische Mannschaftsleistung.
Die ersten 30 Minuten waren zwar sehr zerfahren und geprägt von Nervosität sowie Ungenauigkeiten, der Platzverweis rüttelte die gesamte Mannschaft jedoch positiv wach.
In Unterzahl unterstützte jeder seinen Nebenmann und besserte dessen Fehler aus.
Nach dem Seitenwechsel fokussierten sich die Heimischen auf das Wesentliche und mit einem Doppelschlag von Thomas Gnädiger sowie tollen Vorarbeiten von Joel Bohle als auch der gesamten Mannschaft wurde die Wende eingeleitet.

Am Sonntag, 26. September 2021 folgt das nächste Heimspiel am heimischen Herdli gegen FC Rafzerfeld 2 - DER MYTHOS LEBT, DAS HERDLI BEBT !


FC Stein am Rhein 1 - FC Ramsen 1 1:2
02. Minute, 1:0 Severin Diener
62. Minute, 1:1 Thomas Gnädinger (Penalty)
76. Minute, 1:2 Thomas Gnädinger

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