Der FC Ramsen tanzt dem Roten Ballet auf der Nase rum

Nach zweiwöchigem Unterbruch stand gestern Sonntag endlich der nächste Ernstkampf an. Dass mit dem FC Büsingen gleich wieder ein direkter Mitkonkurrent um den Gruppensieg wartete, kam dem FC Ramsen sehr ungelegen, musste man doch auf wichtige Teamstützen wie Spaar und Schneider verzichten. Dies veranlasste das Trainerduo Mülling/Liniger auf einigen Positionen zu improvisieren und Wechsel vorzunehmen. Der FC Büsingen seinerseits startete mit zwei Niederlagen in das neue Jahr, konnte sich aber im letzten Spiel gegen Feuerthalen mit einem Sieg rehabilitieren. Die Zuschauer durften sich also auf einen Match zweier Mannschaften auf Augenhöhe freuen (Hinspiel 2:2).

Das Rote Ballet – diese Namensgebung hat man sich selbst gegeben, in Anlehnung an Real Madrid – startete wider erwarten ziemlich defensiv in die Startphase. Die taktische Ausrichtung wurde also vom grossen Bruder aus Madrid abgekupfert (Real – Barca d.R.), ansonsten waren aber keine Gemeinsamkeiten auszumachen. Dies war natürlich nicht gerade förderlich, um den Zuschauern Spektakel zu bieten. Ramsen biss sich so immer wieder an der engmaschigen Defensive des Gegners, Büsingen stand jeweils mit zehn Mann hinter dem Ball, die Zähne aus. So zeichneten sich in beiden Strafräumen wenige Szenen ab, das Spiel neutralisierte sich im Mittelfeld, Chancen waren Mangelware. Nach Ablauf einer halben Stunde kam Büsingen zu einem Entlastungsangriff, welcher einen Corner zur Folge hatte, den Büsingen zur unerwarteten Führung ausnützen konnte. Die Taktik von Trainer Wolfgang Mourinho sollte also aufgehen. Der FC Ramsen wollte natürlich auf diesen Rückstand sofort reagieren und suchte sein Heil jetzt noch mehr in der Offensive. Kurz vor dem Pausentee wurde dann auch noch eine aussichtsreiche Möglichkeit von Mendez, der das Leder knapp am Tor vorbeisetzte, ausgelassen. Mit einem Rückstand ging es also in die Halbzeit.

Im zweiten Umgang war man sofort bestrebt, den Druck in der Büsinger Hälfte zu erhöhen. Das Rote Ballet konnte sich aber (noch) wehren und liess wenige Möglichkeiten zu. Einzig Roman Diemling im Kasten der Gäste sorgte für die eine oder andere brenzlige Situation im eigenen Strafraum, die Angreifer konnten aber davon keinen Profit schlagen. Die beste Möglichkeit vergab dabei Thomas Gnädinger, welcher freistehend das Tor nicht traf. Der Druck der Einheimischen sollte jetzt aber immer mehr zunehmen. Nach Ablauf einer Stunde war der Bann dann auch gebrochen, als Philipp Hug seine sehr gute Leistung mit dem Ausgleich krönte; ein langer Diagonalball sollte Hug am zweiten Pfosten finden, welcher das Leder nur noch einzuschieben brauchte. Jetzt hatte man Oberwasser, das Spiel der Büsis fand kaum noch statt. Einzig von Ow vermochte die Defensive Ramsens noch einmal zu beunruhigen, sein platzierter Schuss wurde jedoch von Höhener mit einer sehenswerten Parade entschärft. Jetzt war man klar die bessere Mannschaft, ein zweites Tor wollte aber vorerst noch nicht fallen. So war wieder einmal die individuelle Klasse Marcel Gnädingers nötig, um den Platz als Sieger zu verlassen; nach einer penaltystrittigen Situation schaltete der Captain am schnellsten und drosch den Ball unter die Latte zum viel umjubelten Siegtreffer. Danach passierte bis zum Schluss nicht mehr viel. Nach dem Schlusspfiff waren sich alle einig, heute wurde keine Glanzleistung von Messi, Iniesta oder Xavi gebraucht um die Ballettänzer zu schlagen, sondern eine durschnittliche Mannschaftsleistung des FC Ramsen!

Bericht : Manuel Förderer

Aufstellung

Claudio Höhener; Kevin Brütsch, Christian Signer, Andreas Gnädinger, Michel Neidhart; Gabriel Wunderli, Daniel Mendez (60. Nils Gnädinger), Marcel Gnädinger, Philipp Hug; Thomas Gnädinger, Lars Wasem (70. Alexander Leu, 90. Daniel Mendez)

Tore

23.min 0:1 Fabian Mark
61.min 1:1 Philipp Hug
78.min 2:1 Marcel Gnädinger


Bericht Geklaut auf der Homepage des FC Büsingen (Elias Meier) 

Zum vierten Mal in der Rückrunde gehen die Büsinger in Front, doch zum dritten Mal resultierte eine nicht zwingende Niederlage. Auch bestätigte sich der „Ramsen-Fluch“, denn die Büsi-Boys nehmen bereits seit Jahren keine Punkte aus Ramsen mit. 

Das ungeliebte Sonntagmorgen-Spiel in Ramsen begann aus Büsinger Sicht stark. Trotz vielen Absenzen wurde endlich Fussball gespielt. Mit feinen Kurzpässen agierten die Büsinger im Spiel nach vorne. Ramsen hingegen agierte mit teils sehenswerten hohen Bällen, ansonst wussten sie keine Mittel an den gut stehenden Büsi-Boys vorbeizukommen. So gehen die Büsinger in Mitte der ersten Halbzeit verdient in Führung: Nach einer ungenügend geklärten Flanke von Bernath steht der in Topform aufspielende Mark goldrichtig und schiesst die Gäste mit seinem ersten Pflichtspieltor in Front. Spielerisch war Ramsen auch danach nicht zwingend, die beste Chance in den letzten Minuten der ersten Halbzeit gehörte aber doch ihnen. Nach einem Eckball konnte der stark aufspielende Jule Strunk mithilfe der Latte klären. Mit der verdienten Führung ging es für die Büsinger, die wohl ihre beste Halbzeit in der Rückrunde bezogen, in die Pause. 

Nach dem Pausentee standen die Büsinger weiterhin ganz solide – hohe Bälle waren die einzige Möglichkeit in die Nähe des Tores zu kommen, doch zwingend waren diese Chancen praktisch nie. Es schien zuerst, dass die Büsinger diese Partie nach Hause schaukeln können. Doch mehr oder weniger aus dem Nichts gelang den Ramsenern der Ausgleich. Ein hoher Ball sorgte für Verwirrung bei der Büsinger Hintermannschaft und ein Ramsener konnte aus abseitsverdächtiger Position aus spitzem Winkel einschieben. Nach dem Ausgleichtreffer wirkten die Büsinger zu verkrampft, es wurde zu viel aus alleine versucht, anstatt als Team zu agieren und zusammen Chancen herauszuspielen, aber auch Ramsen war nicht besser und gefährlicher. Doch bei einem Getümmel im Büsinger Strafraum schloss ein Ramsener sehenswert aus der Drehung ab und brachte seine Farben in Führung. Darauf wussten die Büsinger keine Antwort mehr und so gewinnt Ramsen mit 2:1. 

Nun heisst es aus Büsinger Sicht die nächsten Spiele so zu spielen wie die erste Halbzeit und auch wieder Punkte einzufahren.

 

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